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Professor Klaus Grewe faszinierte seine Gäste mit aktuellen Fotos der großartigen Aqäduktbauten der Römer und erläuterte anschließend die Technik, mit der die Römer damals das Gelände mit einer Präzision vermessen hatten, die uns heute noch staunen lässt. Der Kanalbau wurde in einzelnen Abschnitten (Baulosen) durchgeführt. Die hohe Präzision der Vermessung stellte sicher, dass die Leitung in Höhe und Lage jeweils exakt an dem Punkt auskam, an dem der nachfolgende bereits fertig gestellte Bauabschnitt begann. Die Eifelwasserleitung von Nettersheim über Rheinbach nach Köln ist mit 95 km Länge der drittgrößte Wasserversorgungskanal der Römerzeit.
Prof. Grewe hat nicht nur die antiken Schriften von Marcus Vitruvius, einem bedeutenden Architekten des ersten vorchristlichen Jahrhunderts ausgewertet sondern selbst aktiv an den historischen Stätten gegraben um die verschütteten Bauwerke freizulegen und zu vermessen. Im zweiten Teil seines Vortrags entschlüsselte Prof. Grewe ein antikes Relief und konnte nachweisen, dass der verwitterte Stein eine wassergetriebene Steinsäge der Römer darstellte, die später nachgebaut wurde und sich als äußerst funktionstüchtig erwies.
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