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Ein ähnlicher Zufall wie vor 2000 Jahren in Pompeji ließ die alte kaiserliche Stadtanlage bestehen. Nur war sie nicht wie in Pompei unter einem riesigen Lavaberg von etwa 7m Höhe begraben und wartete bis zum 19. Jahrhundert auf ihre Wiedererweckung durch internationale Archäologen, sondern erfuhr eine wechselvolle Geschichte mit Hoch- und Tiefpunkten. Erst mit der Frankenzeit ab etwa 475 n. Chr. war das städtische Leben erloschen.
Die Ausstellung zeigt genau diese wechselvolle Geschichte auf. Wer hätte unsere Gruppe besser führen können als einer der geistigen Urheber der ganzen Museumskonzeption. Unserem Vorstandsmitglied Dr. Klaus Grewe war es gelungen, den Leiter des Museums, Herrn Dr. Hans-Joachim Schalles, hierfür zu gewinnen, der seiner Aufgabe mit einer unglaublichen Begeisterung für die Sache nachkam.
Darüber sollte man aber nicht den Vormittag der Veranstaltung vergessen!. Einer der mit den laufenden Ausgrabungen betrauten Wissenschaftler, Herr Dr. Norbert Zieling befaßte sich bei seiner Führung durch den Park mit der Problematik des augenscheinlich Sichtbaren und dem, was an wissenschaftlichen Befunden dahinter steckt. Das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege wollte sich bei der Wiederherstellung römischer Anlagen und antiken Lebens nicht dem Vorwurf aussetzen, man wolle in Xanten eine Art Phantasialand aus Plastik entstehen lassen. Zum Beweis führte er die Gruppe auch unter den weithin sichtbaren Hafentempel und belegte aufgrund der Fundamentstruktur den getreuen Wiederaufbau, zeigte an den errichteten Tempelsäulen die werkgetreue Umsetzung antiker Steinmetzarbeiten auf. Was erzähle ich noch vom Bauvorhaben eines Wohn- und Geschäftshauses mit dem Versuch, die vorgefundenen Lehmarbeiten mit den heutigen Mitteln zu rekonstruieren, vom Inneren der Hafenherberge, ihrer liebevoll nachgezeichneten Wohnanlage und Bademöglichkeiten !– Es war einfach eine kurzweilige und spannende Reise durch die Antike auf germanischem Boden!
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