Freundeskreis Römerkanal e.V.

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Aktuelles

Aktuelle Informationen des Freundeskreis Römerkanal e.V.

Ab Mittwoch, den 06. Mai 2020 ist das Römerkanal Infozentrum, mit den nachfolgend aufgeführten Hinweisen wieder geöffnet.

 

Führungen werden zurzeit noch nicht angeboten bzw. können noch nicht gebucht werden.

 

 

     4 Einzelpersonen

     2+2+2 Personen

     4 +1+1 oder 4+2 Familien bzw. zusammengehörige Personen plus Einzelpersonen oder Paare

     5 oder 6 Personen als Familie

 

 

Die Listen erheben keine Ansprüche auf Vollständigkeit und kann um Dinge, die versehentlich noch nicht bedacht wurden, ergänzt werden.

 

 

 

Der Vorstand des Freundeskreis Römerkanal hat entschieden, dass bis Ende Mai gebuchte Führungen im Römerkanal Infozentrum abgesagt und für diesen Zeitraum auch keine neuen Buchungen angenommen werden. Desweiteren werden alle Führungen des Freundeskreis Römerkanal bis Ende Mai abgesagt.

 

Wir wünschen Ihnen für die kommende Zeit alles Gute und Gesundheit!


>> Das neue Römerkanal-Infozentrum öffnet am 28. September 2019 seine Pforten <<

Kuratorenführungen

 

Das neue Römerkanal-Infozentrum stellt sich vor. Der Kurator der Ausstellung, Prof. Dr. Klaus Grewe, führt durch das Römerkanal-Infozentrum und erläutert die neuesten Ergebnisse der Römerkanalforschung: Ein Streifzug durch die technische Welt der Antike mit einem ganz besonderen Blick auf die römische Eifelwasserleitung – immerhin die drittlängste Wasserleitung, die von den römischen Ingenieuren je gebaut worden ist. Die volkstümlich „Römerkanal“ genannte Wasserleitung ist mit ihren 95,4 km Länge und einer Tagesleistung von 20 Millionen Liter besten Trinkwassers ein Glanzlicht römischen Ingenieurbaus. Aber auch die großartigen Brücken, Tunnel und Druckleitungen in anderen Aquädukten im Imperium Romanum sind in dieser Ausstellung thematisiert.

Aus aktuellem Anlass informiert der Freundeskreis Römerkanal e.V. bezüglich Corona.

Die Eifelwasserleitung, die vermutlich zwischen 80/90 n. Chr. gebaut wurde, hatte nach etwa 190 Betriebsjahren ausgedient und verfiel. Das Mittelalter bediente sich ihrer dann als Steinbruch, wobei das Kanalmauerwerk als Baumaterial recycelt wurde. Ganz besonders begehrt war aber die Kalkablagerung in der Leitung, die als „Aquäduktmarmor“ für die Ausschmückung der romanischen Kirchen hochbegehrt war. Auch im repräsentativen Burgenbau bediente man sich dieses Materials in halb Europa. Das Römerkanal-Infozentrum zeigt die wohl umfangreichste Sammlung von Aquäduktmarmor.

 

Mit dieser Repräsentation römischer Technik steht das Rheinbacher Römerkanal-Infozentrum ziemlich einzig da. Prof. Grewe, der die römischen Aquädukte – und dabei besonders die Eifelwasserleitung – mehr als 40 Jahre lang erforscht hat, präsentiert an vier Terminen im Rahmen von Kuratorenführungen das ganze Spektrum römischen Aquäduktbaus.

 

Termine der Kuratorenführungen:

 

Foto: Blick in die Ausstellung im Römisch-Germanischen Museum Köln (K. Grewe)

Der Eintritt ist frei! (Spenden für das Römerkanal-Infozentrum sind willkommen.) Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl bei den Kuratorenführungen wird um Anmeldung im Römerkanal-Infozentrum gebeten (Tel. 02226 917 554).


Erster Spatenstich für das Römerkanal-Informationszentrum in Rheinbach

Am 13.08.2018 um 11:00 war es so weit. Der lang angestrebte Spatenstich für das Römerkanal-Informationszentrum in Rheinbach wurde von allen Beteiligten durchgeführt.

 

Lesen Sie hierzu den Bericht unseres 2. Vorsitzenden Rolf Greiff. >>>


Eine Petition des Freundeskreis Römerkanal e.V. (15. September 2016)

 

„Ist das Kultur – oder kann das weg??!!“

 

50 m Römerkanal in Hürth-Hermülheim freigelegt

Foto: Ralf Haberl

Seit fast 2000 Jahren liegt zwischen Nettersheim und Köln Deutschlands bedeutendster antiker Technikbau in der Erde verborgen: Die römische Eifelwasserleitung nach Köln. Bei Hürth-Hermülheim wird sich bald – so sieht es jedenfalls die Planung von »Strassen-NRW« vor – die Trasse des Römerkanals mit der Trasse der neuen B 265 kreuzen. In Vorbereitung der Ortsumgehung Hürth-Hermülheim wird die geplante Trasse der B 265  an dieser brisanten Stelle archäologisch untersucht, um beim nachfolgenden Ausbau der Bundesstraße Probleme zu vermeiden. Seit der Fertigstellung des »Atlas der römischen Wasserleitungen nach Köln« im Jahre 1986 ist es möglich, mit ziemlicher Treffsicherheit den unterirdischen Verlauf des Römerkanals vorherzusagen. Mit dieser Vorgabe konnte auch in Hermülheim das antike Bauwerk von der mit der archäologischen Prospektion betrauten Fachfirma ARCHAEOnet metergenau getroffen werden. Dabei kam auf rund 50 m Länge der gut erhaltene Römerkanal ans Tageslicht. Im Befund ist zwar auf eine größere Strecke das Gewölbe des Kanals nicht mehr vorhanden, aber ansonsten bietet sich ein bestens erhaltener Römerkanal für die Forschung an.

 

Für alle mit dieser Baumaßnahme Beschäftigten stellt sich nun die Frage: Was macht man denn nun mit diesem von Zerstörung bedrohten antiken Technikbauwerk von internationalem Rang? Hat ein solches antikes Bauwerk Vorrang vor einem geplanten Technikbau der Neuzeit? Oder sind hier öffentliche Belange – wie ein besserer Verkehrsfluss auf einer Bundesstraße – höher zu bewerten?

Gefragt ist nun in erster Linie die Meinung des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland als Fachbehörde, „unter anderem zuständig für die fachliche und rechtliche Beratung und Bewertung bei Baumaßnahmen“.

Die Meinung des Freundeskreis Römerkanal e.V. ist klar: Ein schonender Umgang mit diesem Kulturgut muss selbstverständlich sein – das sind wir den antiken Ingenieuren und nachfolgenden Generationen gleichermaßen schuldig! Wenn möglich, muss die Bauplanung für die neue Umgehungsstraße geändert werden! Falls das nicht möglich sein sollte, muss das freigelegte Bauwerk in Teilstücken komplett geborgen, konserviert und transloziert werden. Komplett heißt in diesem Fall, dass man nicht ein oder zwei Paradestückchen aus dem Bodendenkmal herausnimmt, sondern dass tatsächlich das gesamte Bauwerk in Teilstücken transloziert erhalten bleibt. Die beiden Kopfenden des freigelegten Abschnitts mit ihren gut erhaltenen Gewölbedecken sind unter der Maßgabe denkmalpflegerischer Gesichtspunkte am Ort zu erhalten und sichtbar zu machen.

Der Freundeskreis Römerkanal e.V. bittet alle Verantwortlichen, dieses großartige Kulturgut mit der gebührlichen Achtung und Aufmerksamkeit zu behandeln. Der Freundeskreis Römerkanal e.V. bietet auch seine beratende Hilfe beim Umgang mit diesem Problemstück an.

(Prof. Dr. Klaus Grewe)

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